Origamipapier Set Katazome Iroiro (12 Bl.)
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Katazomepapier aus Kyoto: handgeschöpftes Kozupapier, das Schicht für Schicht durch eine handgeschnittene Schablone aus Persimmonpapier und anschließende Siebdrucke mit Pigmenten versehen wird. Das Ergebnis sind Farben mit einer Tiefe und Leuchtkraft, die maschinell hergestellte Papiere nicht erreichen – sichtbar in jedem einzelnen Blatt, das an seinen ausgeprägten Büttenrändern als Handarbeit erkennbar ist. Dieses Set enthält 12 Blatt im Format 15 × 15 cm, jedes mit einem Muster aus der Iroiro-Auswahl.
Besonderheiten
- Handgeschöpftes Kozupapier als Träger: Kozu ist ein langfaseriges japanisches Papier mit charakteristischer Büttenstruktur – robust genug für mehrfaches Falten, dabei so dünn, dass Origami-Modelle ihre Kanten klar halten.
- Katazome-Technik – Schablone und Siebdruck kombiniert: Eine handgeschnittene Schablone aus feuchtigkeitsresistentem Shibugami (Persimmonpapier) definiert das Muster. Reisstärkekleister versiegelt bestimmte Flächen farbresistent – ähnlich dem Prinzip des Batikens. Danach werden Pigmente per Siebdruck aufgetragen und dringen tief in die Papierstruktur ein.
- Außergewöhnliche Lichtbeständigkeit: Ein zweiter Trockenprozess nach der Pigmentierung fixiert die Farben dauerhaft. Das Auswaschen des Kleisters in klarem Wasser schließt die Herstellung ab – die Pigmente bleiben stabil und lichtstark.
- Leichte Wellung möglich: Durch den dritten Trockengang nach dem Auswaschen können die Blätter minimal wellig sein – ein natürliches Merkmal handgefertigter Katazomepapiere, kein Qualitätsmangel.
- Muster variieren: Die 12 Blatt sind eine Auswahl aus der Iroiro-Kollektion. Die einzelnen Muster können zwischen Exemplaren des Sets leicht abweichen.
Anwendung & Tipps
- Origami: 15 × 15 cm ist das klassische Origami-Format. Die Kozustruktur gibt auch komplexen Modellen mit vielen Faltschichten Stabilität, ohne zu reißen.
- Buchbinderei und Bezugspapier: Katazomepapier eignet sich als Einband- oder Bezugsmaterial für Notizbücher, Schachteln und Kassetten. Die Büttenränder können dabei sichtbar bleiben oder bündig zugeschnitten werden.
- Verpackung und Dekoration: Als Geschenkpapier, Passepartout-Einlage oder Kartenverzierung bringt die Pigmenttiefe des Katazome auch unter Kunstlicht satte Farben.
- Leichte Wellung ausgleichen: Wer absolut flache Bögen benötigt, kann die Blätter kurz leicht angefeuchtet zwischen zwei Bücher pressen – die Fasern entspannen sich dabei ohne Farbverlust.
- Kombination mit anderen japanischen Papieren: Katazome und Chiyogami teilen denselben Kozuträger und lassen sich in gemischten Projekten (Collagen, Leporellos, Buchdeckel) gut kombinieren.
Für Origami- und Papier-Enthusiasten
Die Katazome-Technik ist eine Adaption der traditionellen japanischen Kimonofärberei und wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts auf Papier übertragen. Das Shibugami – mit Kakishibu (fermentiertem Kaki-Saft) gehärtetes Papier – ist das eigentliche Herzstück: Es ist formstabil, wasserabweisend und kann für viele Druckvorgänge wiederverwendet werden. Die Reisstärke-Kleistermasse (Nori) funktioniert als Reservage: Sie verschließt die Kozu-Fasern mechanisch, sodass die nachfolgenden Siebdruckpigmente exakt dort haften, wo die Schablone freigelassen hat. Das Kozugewebe selbst – aus den Fasern des Papiermaulbeerbaums – hat eine natürliche Kapillarstruktur, die die Pigmente tiefer aufnimmt als industriell gefertigte Papiere. Fertigungsort der Carta-Pura-Sets ist Deutschland, die Katazomepapiere selbst stammen aus Japan (Kyoto).
Technische Daten
| Modell / Serie: | Katazome Iroiro |
| Format: | 150 × 150 mm |
| Blattanzahl: | 12 Blatt |
| Papiertyp: | Katazome auf handgeschöpftem Kozupapier |
| Herstellungsverfahren: | Schablonendruck (Shibugami / Reisstärkekleister) + Siebdruck, Pigmentfärbung |
| Papierherkunft: | Japan (Kyoto) |
| Herkunft (Set): | Deutschland |
| Hinweis: | Muster und leichte Wellung können zwischen einzelnen Blättern variieren |