Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Zur Startseite gehen

Pilot Füller Custom 742 (FA, LUIBAN-geprüft)

Produktnummer: PI152.FA
GTIN/EAN 3131910440543
HAN FKK-2000RB-FA
Hersteller: Pilot

349,00 €

inkl. MwSt.

- kostenloser Versand ab 70€
LUIBAN Qualitätskontrolle: Jede Schreibfeder dieses Modells wird bei uns von Hand auf Tintenfluss und leichten Lauf geprüft und bei Bedarf justiert. Ein Prüfstreifen liegt bei.

Der Pilot Custom 742 mit FA-Feder trägt das Kürzel „Falcon" – und das beschreibt die Konstruktion treffend: eine 14-Karat-Goldfeder der Größe #10, in deren Flanken seitliche Aussparungen eingestanzt sind, die das Metall gezielt weicher und reaktionsfähiger machen. Das Ergebnis ist eine Feder, die auf Druckveränderungen mit spürbarer Strichvariation antwortet, ohne dabei die kontrollierte Präzision eines modernen Goldnib-Füllers aufzugeben. Korpus und Kappe bestehen aus mattschwarzem Kunstharz mit goldenen Zierteilen – klassische Zigarrenform, Schraubkappe, ausgewogenes Gewicht.

Besonderheiten

  • FA-Feder aus 14-Karat-Gold (Größe #10) mit seitlichen Aussparungen: Die gefrästen Aussparungen an beiden Federschenkeln reduzieren die Steifigkeit des Goldmaterials gezielt – ähnlich einem Federkiel, der auf Zug reagiert. Das ermöglicht Strichvariationen durch Druckdosierung bei Abwärtsstrichen, ohne dass die Feder dauerhaft verbogen wird.
  • Semi-flexible Charakteristik: Pilot bezeichnet die FA-Feder als „soft", nicht als Flexfeder im klassischen Sinn. Die Strichvariation entsteht durch leichten bis moderaten Druck – die Federschenkel spreizen sich sanft, kehren aber zuverlässig in ihre Ausgangsposition zurück.
  • Tintenleiter aus Kunststoff, passend zur Federgeometrie: Der Tintenleiter ist auf die schmalere FA-Federform abgestimmt und sorgt für gleichmäßigen Tintenfluss auch bei leichtem Federdruck. Bei intensivem Flexen empfiehlt sich ein gut fließendes, feucht schreibendes Tintensystem.
  • Schraubkappe aus Kunstharz: Dichter Verschluss, der auch bei längeren Schreibpausen das Eintrocknen der Feder verhindert.
  • Patronen-/Konverter-Füllsystem: Kompatibel mit Pilot-Eigenpatronen und dem mitgelieferten CON-70-Pumpkonverter – ein Konverter mit vergleichsweise großem Tintenvolumen.
  • Goldene Zierteile, schwarzer Kunstharzkorpus: Der Clip sitzt fest, der Kappenring trägt eine dezente Gravur. Die Oberfläche ist glatt und kühl im Handgefühl.
  • Hergestellt in Japan.

Anwendung & Tipps

  • Kalligrafie und ausdrucksstarke Handschrift: Die FA-Feder eignet sich besonders für Schriften, bei denen Abwärtsstriche betont werden sollen – etwa Copperplate, Spencerian oder moderne Brush-Lettering-Varianten mit Füller. Querstriche bleiben dabei dünn, Abwärtsstriche werden durch leichten Zusatzdruck breiter.
  • Federführung mit Zug, nicht mit Druck: Die Strichvariation entsteht beim Ziehen der Feder über das Papier (Abwärtsstriche), nicht beim seitlichen Schieben. Wer die Feder schiebt oder seitwärts führt, verliert die Variation und riskiert leichtes Kratzen – besonders bei Linkshändern in Überschreibhaltung.
  • Papierauswahl: Glattes, tintenfestes Papier mit wenig Rauigkeit unterstützt die feinen Linien der FA-Feder und reduziert Widerstand beim Flexen. Stark saugendes Papier kann den Tintenfluss bei gespreizten Federschenkeln belasten.
  • Tinte: Pilot-eigene Tinten sind auf den Tintenleiter des Custom 742 abgestimmt und fließen zuverlässig auch bei moderatem Federdruck. Feuchtere, gut fließende Tinten verringern die Gefahr des „Railroading" (Tintenriss beim Flexen). Nicht dokumentenechte Pilot-Tinten auf wasserbasis trocknen im Konverter nicht schnell ein.
  • Eingewöhnungsphase: Die FA-Feder spricht auf sehr leichten Druck an – wer bisher mit starrem Nib geschrieben hat, braucht etwas Zeit, um die Druckdosierung zu kalibrieren. Empfehlung: zunächst ohne Flexen schreiben, um das Grundgefühl der Feder kennenzulernen.
  • Kappe stecken, nicht posten: Der Custom 742 ist ohne aufgesteckte Kappe bereits gut ausbalanciert. Mit geposteter Kappe wird er spürbar länger und kopflastiger – für längere Schreibsessions ist das ohne Kappe angenehmer.

Für Kalligrafie-Enthusiasten

Die FA-Feder des Custom 742 ist technisch eine andere Konstruktion als die gebogene Feder des Namiki Falcon-Modells: Sie liegt flach, ohne den schnabelartigen Knick, trägt aber die charakteristischen seitlichen Aussparungen, die das 14-Karat-Gold gezielt entlasten. Diese Aussparungen verringern die Metallmasse an den kritischen Biegestellen der Federschenkel – bei einem Goldnib verstärkt sich der Effekt gegenüber Stahlfeder-Varianten desselben Prinzips deutlich. Pilot selbst klassifiziert die Feder nicht als Flexfeder, sondern als „soft nib" mit Strichvariation durch Druck. Das bedeutet in der Praxis: kontrollierte, reproduzierbare Variation im semi-flexiblen Bereich, kein „Wet Noodle"-Verhalten wie bei optimierten Vintage-Federn. Wer intensives Flexen plant, profitiert von einem aftermarket-Tintenleiter aus Ebonit, der den Tintenfluss bei gespreizten Schenkeln deutlich verbessert.

Technische Daten

Modell: Pilot Custom 742
Federausführung: FA (Falcon) – semi-flexibel, Größe #10
Federmaterial: 14-Karat-Gold
Korpus / Kappe: Kunstharz, schwarz, mit goldenen Zierteilen
Kappenmechanismus: Schraubkappe
Füllsystem: Patron oder Konverter (Pilot-Eigenformat)
Gesamtlänge (geschlossen): 146 mm
Durchmesser (max.): 15,7 mm
Gewicht: 17,4 g
Herkunft: Japan
Lieferumfang: Füller, CON-70-Konverter, Pilot-Patrone, Geschenkbox

Darstellungsoptionen

Vergrößern
%
Schriftgröße
px
Zeilenhöhe
Zeichenabstand
px